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Kooperation mit AHS-Maroltingergasse

1.- 4. Schustufe

Unterstufen-Realgymnasium für Leistungssport, 1160 Wien, Maroltingergasse 69 -71. 

5. - 8. Schulstufe

Oberstufen-Realgymnasium für Leistungssport, 1160 Wien, Maroltingergasse 69 -71

Dir. Mag. Helmuth Aigner
Sportl. Leiter: Mag. Parma
Tel.: 01 493 18 38
Fax: 01 493 18 38/103

E-Mail:
grgorg16at916026.ssr-wien.gv.at
www.maroltingergasse.at

Oberstufenrealgymnasium für LeistungssportlerInnen

Seit Beginn des Schuljahres 1993/94 gibt es den Schulversuch Oberstufenrealgymnasium für LeistungssportlerInnen auch in Wien. Dieses Schulmodell hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Hochleistungssport und Training mit einer entsprechenden Schulausbildung (Matura) zu gewährleisten. Gerade diese Schulform war in Wien bis 1993 nicht vertreten, es bestand und besteht jedoch ein hoher Bedarf, was die jährliche Anzahl der Anmeldungen zeigt, welche die Zahl der aufgenommenen Sportler/innen bis um das Dreifache übersteigt.

Um in diesen Schulversuch aufgenommen werden zu können, muss bereits eine akzeptable sportliche Laufbahn vorliegen (gute Ranglistenplatzierung, Erfolge bei nationalen oder internationalen Turnieren und Wettkämpfen,...), und der zuständige Verband muss die "Förderungswürdigkeit" des/der Sportlers/in bestätigen. Großer Wert wird auf gute Trainingseinstellung und natürlich - und das ist als absolut gleichrangig zu betrachten - auf gute schulische Erfolge gelegt. Die sinnvolle Höchstschüleranzahl pro Klasse ist 20.

Die Struktur des Schulversuches ist darauf ausgerichtet, ein Vormittagstraining und ein Nachmittags- bzw. Abendtraining zu ermöglichen. Um dieses Trainingspensum zu absolvieren und eine gute schulische Ausbildung zu gewährleisten, die mit der Ausbildung an der Regelschule vergleichbar sein soll, wird die Oberstufe dieses Schultyps fünfjährig geführt. Die Sportler/innen besuchen die Schule von Montag bis Freitag jeweils von 12.00 bis 16.20 Dadurch eröffnet sich Zeit für ein Frühtraining, das absolviert werden muss. Dieses Frühtraining wird vom jeweiligen Verband organisiert, sowohl was Trainingsstätten als auch Trainer oder Ausbildner betrifft.

Ein sehr wichtiger Punkt in diesem Schulversuch ist die Möglichkeit der Freistellung für Trainingslager oder Wettkämpfe. Das heißt, dass der Sportler/die Sportlerin jederzeit über Ansuchen des Verbandes oder des Vereines und mit Zustimmung der Eltern für sportliche Veranstaltungen freigestellt werden kann. Um die dadurch entstandenen Lücken im schulischen Bereich wieder schließen zu können, wurde die Einrichtung der Förderstunden geschaffen, in denen der/die jeweilige Fachprofessor/in mit einem oder auch mehreren Schüler/innen den versäumten Lehrstoff nachbespricht. Diese Einrichtung hat sich sehr bewährt und wird von den jungen Sportler/innen sehr positiv aufgenommen und gut genützt. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass der Schularbeits- und Testkalender nicht sehr starr gesehen werden kann, und das Vorziehen bzw. Nachmachen von versäumten Tests und Schularbeiten (auf Grund von Trainings- oder Wettkampfabsenzen) sehr häufig vorkommt. Derzeit werden am Standort Maroltingergasse in sechs Klassen ca. 120 Sportler/innen aus 12 verschiedenen Sportarten betreut.

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Zielsetzung des Schulversuchs

  1. Optimale Förderung der Leistungs- und SpitzensportlerInnen in sportlicher Hinsicht, die durch schulorganisatorische Maßnahmen und Hilfestellungen gewährleistet werden soll. 
  2. Optimale Förderung der jugendlichen Leistungs-und SpitzensportlerInnen in schulischer Hinsicht. 
  3. Übertragung der positiven Tendenzen aus dem Leistungssport in die Gesellschaft.

Aufnahmekriterien

  • Sportliche Qualifikation in einer Sportart (Leistungstest durch den Verband)
  • Allgemeiner motorischer Test/Leistungsdiagnostik (IMSB, Prof.Holdhaus)
  • Schulische Qualifikation (Zeugnis, Gespräch, Prognoseverfahren)
  • Sportärztliche Untersuchung (IMSB)

Zeittafel

  • Bis Weihnachten: Verbandsvertreter scouten interessierte SchülerInnen, eine vorläufige Anmeldung kann durch die SchülerInnen/Eltern über Internet erfolgen.
  • 1.Woche nach den Semesterferien: Anmeldung beim Koordinator (mit dem Semesterzeugnis). Alle SchülerInnen, die nach diesem Zeitpunkt nicht angemeldet sind, können in der Regel nicht aufgenommen werden.
  • Februar: Der Ausbildungskoordinator überprüft die schulischen Aufnahmebedingungen und informiert die VerbandsvertreterInnen.
  • Bis Ende März: Die Sportverbände senden dem Koordinator eine -gereihte- Liste ihrer Sportler zurück, in der auch die jeweiligen sportlichen Erfolge und/ oder Zukunftsperspektiven (Expertise) enthalten sind. Allgemein sportliche Tests/Leistungsdiagnostik sowie medizinische Unter- suchungen müssen spätestens zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein.
  • April / Mai: Die Beurteilungskommission erstellt die Liste der vorläufig aufgenommenen Schüler und eine etwaige Warteliste. Der Koordinator benachrichtigt Sportverbände und Schüler / Eltern.
  • Juni: Die vorläufig aufgenommenen Schüler/innen bzw. deren Eltern senden nach der Beurteilungs-konferenz die Schulerfolgsbestätigung sowie am Ende des Schuljahres das Jahreszeugnis dem Koordinator und bestätigen damit die Aufnahme.